Donnerstag, 20. Dezember 2012

Meine alte Stereoanlage

ist kaputt. Naja, der Turm von ORION ISP  hat schließlich 32 Jahre gehalten. Nun hatte ich aber zwei von den alten Schätzchen. Den einen hatte ich verpackt auf der Tenne, falls der im Wohnzimmer mal seinen Geist aufgibt. Seit Tagen steht schon auf meiner to-do-Liste: Musikturm auswechseln.

Vorhin konnte ich das auf dem Zettel endlich durchstreichen. Es war ja wirklich nur ein kleiner Handgriff. Jetzt lacht Euch aber nicht kaputt! Ich glaube, sowas hat hier keiner mehr von den Lesern. Ist mit Schallplatte, CD und Musikcasette.

ORION-Musikturm über 30 Jahre alt
Den alten Turm werfe ich aber immer noch nicht weg. Falls mal der Arm kaputtgeht, der auf der Schallplatte liegt. Oder der Diamant. Sowas gibt's ja alles nicht mehr zu kaufen. Jetzt hab ich grad ein Klavierkonzert von Chopin laufen. 

Ja, und wenn mein alter Schrank geschlossen ist, dann sieht man das alte Schätzchen ja nicht. Aber es erfüllt hinter der Tür noch seinen Zweck.

Vertiko aus dem 19. Jahrhundert

Prima nicht?
Ich hab jetzt ein richtiges Spässchen.  ;-))


  E-Shop von Host Europe

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Die Pekinesenhündin Sissi

Pekinesen waren damals die Hunde am Hofe des Kaisers von China.
"Ein jeder Gemeine im Volke soll des Todes sein, so er ein solches Hündchen besitzt".
So stand es im Rassestandard beim Pekinesen.

Um auf den eigentlichen Punkt zu kommen, muß ich eine kleine Vorgeschichte erzählen.

Es war vor 20 Jahren. Ich lag morgens im Bett, wurde wach und schaute auf meinen Rottweiler Rambo, der auf der Seite meines ehemaligen Lebensgefährten lag. Rambo trauerte schon die ganze Woche um seine kleine Pekinesenhündin Pinki II., die mit 14 Jahren im Garten eingeschläfert und am Zaun begraben wurde. Ich wollte keinen zweiten Hund mehr.
Ich streichelte Rambo, er seufzte. Ich bildete mir einfach ein, er sei traurig, vielleicht hat er ja auch nur schwer geatmet.
Jedenfalls schmiss ich die Bettdecke zurück, machte mir einen Kaffee, holte das dicke Telefonbuch nebenan aus dem Büro und legte mich wieder ins Bett. Ich rief sämtliche Tierheime im Umkreis von 100 Kilometern an und erkundigte mich, ob sie nicht zufällig eine Pekinesenhündin im Heim haben.

Ich sei gut, meinte man. Ob ich nicht sonst noch Wünsche hätte? Ein Pekinese sei ein Zierhund, ein Schosshündchen, das nur im Todesfall mal reinkommt. Ich bat einfach, dass man sich meine Telefonnummer für den Fall der Fälle notiert.
Rosenheim, Bad Aibling, Altötting, Passau, bis München rief ich die Tierheime an. Überall bekam ich ähnliche Antworten.
Nach einer Stunde war ich fertig. Und als ich gerade die Beine aus dem Bett hatte - ich saß noch - , da schellte das Telefon. Es war das Tierheim Altötting.  - Och! ;-))
Eine Frau hatte eben dort angerufen, die ihren zweijährigen Pekinesen zur Vermittlung anbot. Er sollte nicht ins Tierheim, nur über deren Vermittlung in gute Hände vermittelt werden. Ich schrieb mir die Adresse in Neuötting auf, telefonierte mit der Frau und war noch am Vormittag dort.

Ein ordentliches Häuschen mit schönem Garten und Umzäunung stand da. Als ich das Törchen öffnete, kam mir ein kleiner, schwarzer Pekinese entgegen und freute sich und tanzte auf seinen krummen Hinterbeinchen.
"Lass' seine Füsschen gebogen sein, so dass er nicht wünscht weit zu laufen oder die kaiserlichen Gemächer zu verlassen". Stand auch im Buch über den Pekinesen.

Eine freundliche, schwangere Frau kam aus dem Haus, hinter ihr die Großmutter des Hauses. Ihr gehörte der Pekinese. Aber die neue Familiensituation, die Schwangerschaft, ein schulpflichtiges Mädchen, dazu ein quirliger Pekinese, auf den man aufpassen muß und zu nix kommt, das kann wirklich zu einem Problem werden.

Als ich winkend mit Sissi abfuhr, war die Großmutter schon weinend ins Haus gegangen. Zu Hause telefonierte ich mit der jungen Frau und berichtete, dass alles in Ordnung sei mit Sissi, dass sie gleich alles inspiziert hat und mein Rottweiler Rambo wieder glücklich sei. Und dass es zwischen den ungleichen Hunden sofort Liebe auf den ersten Blick war. 
Inzwischen war die kleine Tochter Marion aus der Schule gekommen und weinte, weil Klein-Sissi nicht mehr da war. Ich beschloss, Marion zu schreiben und ihr regelmässig von Sissi zu berichten.

Ich ließ Sissi erst einmal im Garten eine kleine Geländebegehung machen. Dann öffnete ich die Haustüre und ließ Rambo raus.Der freute sich so, dass er sie ungestüm beschmuste und beleckte. Das wurde Sissi dann zuviel, sie biss in seine Lefzen, er schüttelte sie kurz ab und beleckte das ganze Bäuchlein. Ich ließ die Beiden in Ruhe. Alles war wunderbar.

Klein-Sissi okkupierte sofort das Sofa...
während Rambo nur noch der Sessel blieb:

Klein-Sissi war die Chefin und wählte das Sofa
Marion und ich schrieben uns über einige Jahre. Sie schickte mir Fotos von ihren Wellensittichen und Meerschweinchen und ich schickte ihr Fotos von Sissi und schrieb, wie es ihr ergeht. Irgendwann brach dann der Kontakt ab, was ja auch normal ist.
Rambo wurde 12 Jahre alt und Sissi 13. 

Letzten Samstag war ich in Tittmoning auf unserem Weihnachtsfestkapitel der Ritterschaft. Auf unserem Fest musizierte eine mittelalterliche und folkloristische Gruppe von drei jungen Musikerinnen, die unser Herz öffneten. Ich ging in der Pause an den Tisch der drei Frauen und fragte, wie sie zueinandergekommen seien. Das habe ich ja schon im vorherigen Bericht geschrieben. In der Unterhaltung erwähnte ich, dass ich keine Kinder sondern immer Hunde hatte. Dabei fiel das Wort Rottweiler. 
Plötzlich fragte mich die schöne Harfinistin Marion, ob ich die Gisela mit dem Sportstudio und dem Rottweiler Rambo sei. Und ob ich kurze, blonde Haare hätte. Ich war platt. Ich sagte Marion, dass Rambo schon lange tot sei und ich das Sportstudio vor drei Jahren verkauft habe. Und dass ich inzwischen lange, blonde Haare habe, weil ich im Mittelalter schlecht mit Kurzhaarschnitt herumlaufen kann. Da erfuhr ich, daß ich aus Marions Familie die kleine Sissi hatte. Die kleine Marion, mit der ich mich geschrieben hatte, sass plötzlich nach über 20 Jahren neben mir. Wir umarmten uns. Sie erinnerte sich daran, dass ich damals ihrem Vater die Briefe an sie ins Büro gefaxt hatte. An dieses dünne Faxpapier, worauf die Buchstaben gesammelt waren, die ich - lt. Erzählung ihres Vaters - einfach durch die Luft geworfen hätte in Richtung von Papas Büro. Und da seien sie dann auf das dünne Papier gekommen.

Bevor die Musikerinnen fuhren, machten wir noch ein gemeinsames Foto.
Die kleine Marion ist eine schöne Frau geworden
 http://www.harfenmarion.de/index.htm
 Meine Kopfbedeckung ist von Daniela Engel "Die Behüterin"
 
Da Marion unter meiner Seidenhaube meine Frisur nicht erkennen konnte, füge ich hier mal zwei Fotos ein. Eines aus der Zeit, wo wir uns schrieben und das andere von vor drei Wochen.

Sommer 1993 mit Plantschbecken auf meinem Auto (42 J.)
 Und hier ein ganz neues Foto:

mit langem Haar und 10 Kilo mehr

Das ist nun ein langer Bericht geworden, der nicht jeden interessiert. Aber er soll für Marion und ihre Familie sein. Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit Marion gefreut.


DVD Weihnachts-Backkurs

Montag, 17. Dezember 2012

Weihnachtsfestkapitel der Ritterschaften

Am Samstag, dem 15. Dezember 2012, traf man sich im Braugasthof zu Tittmoning zum Weihnachtsfestkapitulum. Zum Fest waren mehrere Abordnungen angesprengt, die zum Bündnis Abendländischer Ritterschaften gehören.

http://www.braugasthoftittmoning.de/index.html 

Den weitesten Anritt hatten unsere Freunde aus Südtirol. Die Bozener Ritterschaft kam zu acht der Sassen. Gleich am Anfang war dann schon die Freude groß, als wir uns begrüßten. Hier, auf dem folgenden Foto seht Ihr Ritter Randolph den Edlen von Maretsch mit uns drei Freifrauen Lucretia, mich und Mechthild (von li.n.re.):
Ritter Randolph mit drei freyen Frauen ;-)

Meine Kopfbedeckung ist von Daniela Engel "Die Behüterin"
http://www.diebehueterin.de/index1024.html 


Die hübsche Lucretia links, die so verschmitzt lächelt (und so anmutich), liest schon morgens vom Büro aus meinen Blog und schreibt mir dann unten rechts ins Chatkästchen, wo ich ein e vergessen habe oder ein t wegmachen muss). Nun lese ich extra 3 x Korrektur, aber die schlaue Lucretia findet immer noch was mit ihrem Argusauge. Sie macht u.a. knibbelige Übersetzungen von Italienisch auf Deutsch und umgekehrt. 

Freifrau Mechthild ist im profanen Leben Schauspielerin. Sie und auch Lucretia gehören im Sommer zum Theater-Ensemble, welches in Bozen die sommerlichen Ritterschauspiele auf Burg Runkelstein gibt. Mechthild ist so klasse, sie überbrückt mit Witz kleine Pannen oder schickt ihre um -zig Jahre jüngeren Liebhaber wieder zurück ins Schlafgemach, damit sie sich nicht zu lange auf der Bühne aufhalten. Was haben wir uns schon oft zerbröselt vor Lachen! Ich beneide sie immer um ihre Disziplin beim Essen. Sie ißt den Teller nie ganz blank. Ich schon.

Nachdem unser Wohlweiser Cancelarius die angesprengten Gäste namentlich aufgerufen hatte, wurde das Essen aufgetragen. Es gab wahlweise Fisch, Schweinefilet oder eine vegetarische Platte. Bevor ich daran dachte, die köstliche Hochzeitssuppe zu fotografieren, war sie schon in meinem Bauch. Aber bei meiner Hauptspeise dachte ich daran.

Zander in zerlaufener Butter mit Pestotröpfchen
Der Zander zerging auf der Zunge. Da ich die Kartoffeln nicht gegessen habe, hatte ich noch Platz im Magen für Lucretias halbes Fischfilet. Die flüssige Butter zusammen mit dem Pesto vertrug ihr zarter Magen nicht. Es war ihr zu üppig (üppich ;-) ).

Drei Mädels mit Instrumenten betraten den Gastraum und stellten ihre Notenständer auf. Die Gruppe "Sumerluft". Als sie anfingen, mittelalterliche Lieder zu singen, war es so still im Gastraum, dass man eine Nadel hätte fallen hören können.

Die Gruppe Sumerluft  mit Marion - Katja - Evelyn

In der Pause setzte ich mich zu den Musikerinnen an den Tisch. Ich fragte, wie sie zueinander gefunden haben. Katja Amler, die mit dem hellblauen Kleid, hatte vor 10 Monaten übers magische Netz eine Anzeige geschrieben, worin sie Musikerinnen suchte. Daraufhin meldeten sich Marion Furtner, selbst schon eine bekannte Künstlerin in Burghausen und Umgebung und Evelyn Schöfberger mit ihrer bolivianischen Zampoñas. Seither musizieren die drei Frauen zusammen.

Zwei Harfen, zwei Stimmen und eine Flöte – mehr braucht Sumerluft nicht, um die Zuhörer in eine Klangwelt zwischen Mittelalter, Folklore und irischer Musik zu entführen. So steht es auf ihrer Website. Und so konnten wir es an diesem Abend erleben.

Das Dessert wurde gereicht. Es gab zwei zur Auswahl:
Warmer Apfelstrudel an warmer Vanillesoße
Heißer Bratapfel mit kaltem Zimtparfait und Sahne
In der Dessertpause konnte die Harfinistin Marion Furtner dann ihre Wasserblase am Finger verarzten. Die drei Mädels hatten an diesem Abend nämlich schon ihren zweiten Auftritt. Vorher spielten sie auf dem großen Burg-Weihnachtsmarkt in Burghausen. Das Konzert fand in der Kapelle statt. Bei soviel Musizieren kann man schon mal eine Blase am Finger bekommen.

Die drei Musikerinnen spielten noch lange und gaben auf Bitten der begeisterten Gäste mehrere Zugaben. 
Dieser Abend hatte noch eine kleine Überraschung für mich, von der ich Euch aber morgen erzählen werde.

Sängerin, Harfinistin und Malerin Marion Furtner
http://www.harfenmarion.de/index.htm


Nachtrag einen Tag später:
Danke, liebe Lucrecia! Es stimmt, es heisst (von li. nach re.) und nicht (von re. nach li.).
Ich kugel' mich grad vor Lachen. Dass es aber auch nicht ohne Fehler geht!!!   :-/ 

 
DVD Weihnachts-Backkurs

Tauwetter im Berchtesgadener Land

Jetzt im Moment schreibe ich nur eine kleine Unbedeutsamkeit. Ich war gestern von dem Wochenende so kaputt, daß ich keine körperliche und geistige Kraft hatte, von der schönen Feier und einem kleinen Überraschungserlebnis zu berichten. Das hebe ich mir für heute Abend auf. Dann kommen auch Bilder dazu.

Was schnell geschrieben ist, ist mal eben ein kleiner, aktueller Bildbericht von einem meiner Gassigänge mit Santos.

Gestern wanderte ich mit ihm die Waldwege oberhalb von Schloß Staufeneck ab. Der Schneematsch war so tief auf den unberührten Waldwegen, daß ich dankbar war für eine tiefe Traktorspur, durch die ich balancieren konnte. So ging ich einfach nur daher, wo die dicken Reifenspuren herführten.

Ich kam zu einer kleinen Holzhütte, die damals für den Liftführer war, als man noch in Piding mit Skiern einen Abhang runterfahren konnte. Nun ist diese ehemalige Abfahrt neu mit Bäumen bepflanzt. Die Skiabfahrt gibt es nicht mehr, jedoch noch die Holzhütte.

Da man auch am Ärmel der Welt nicht vor Einbrechern und Wegelagerern sicher sein kann, wurde die Holzhütte schön verschlossen und an den Fenstern gesichert. Ich fand die Sicherungskonstruktion so toll, dass ich sie mal fotografiert habe:

Einbruchsicheres Fenster an einer Almhütte
Von der Stelle hab ich mich dann nur umgedreht und das verschneite Piding fotografiert. Da es regnete, ist das Bild so verwaschen.
Piding im Dezember mit Untersberg rechts

Jetzt habe ich wenigstens etwas mein schlechtes Gewissen beruhigt, weil ich Samstag und Sonntag hier nichts geschrieben habe. Und wenn ich später mehr Zeit und Muße habe, erzähle ich Euch von meinem schönen Wochenende.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Die vergessene Ingwerknolle

Ich hab grad so eine Superlaune, ich erzähle Euch jetzt mal von Belanglosigkeiten, die mich heute begeisterten.

Da war die Ingwerwurzel, die mal irgendwann hinter die Kaffeemaschine gekullert ist. In Vergessenheit geraten und mit Nichtbeachtung ruhend schlug sie plötzlich aus. So kann wohl auch Ruhe und Beständigkeit glücklich machen. Auch eine Ingwerknolle. 
Die pflanze ich gleich ein, dachte ich und fotografierte sie schon mal auf einer weißen Porzellanplatte. Für den Blog. 
Ingwerknolle, die austreibt
Was mich wundert, da liegt die Knolle trocken auf der Küchenzeile und treibt saftige Blätter aus. Ob das von der Restfeuchtigkeit in der Knolle ist? Oder holt sie sich die Feuchtigkeit aus der Luft? Meine Küche ist aber nicht feucht. Egal. Für mich ein Wunder.

Dann ging ich mit Santos in Piding den langen Feldweg neben der Salzburger Autobahn. Die Sonne schien, es war ein Traum. Als ich mein Wohnmobil noch nicht hatte, schaute ich immer schweren Herzens auf die vorbeifahrenden Wohnmobile. Sowas wollte ich auch haben. Ich sparte jeden Hundertmarkschein, keine Klamotten kaufen, nichts Unnützes. Heute fuhren wieder Mobile über die A8. Ich lächelte zufrieden, nun hatte ich mir seit 10 Jahren meinen Wunsch erfüllt. Mein Mobil steht schön warm und vollgetankt und TÜV-abgenommen und mit neuer Batterie und allem unterm trockenen Dach. Ja nee, viele können das nicht verstehen. Der eine wünscht sich einen Haufen Kinder, der andere sucht per Partnerschaftsvermittlungen Mann oder Frau, der eine will auswandern usw. So hat jeder seins. Und ich mein Wohnmobil.

Schloss Staufeneck im Winter. A8 vor der Ausfahrt in Piding

Ja Limes, ich weiß, ich soll nicht solche Romane schreiben. Aber ich hab grad das dritte Schälchen Sekt mit Champagner Sorbet wech und bin grad so schön im Schreibfluss.

Nach dem Gassigang neben der Autobahn wollte ich bei ALDI u.a. das leckere Karamelleis kaufen. War ausverkauft. Dafür lagen dort Schalen mit Champagner Sorbet. Die sahen langweilig aus. Nach nix. Ich nahm mal so ein Eis mit. Im Auto naschte ich davon. Iiieeh, was ist das denn? Sind die doof, sowas zu kreieren?
Zu Hause las ich erst mal richtig: da stand Champagner Sorbet und da war ein Sektglas mit Sekt drin und zwei Kugeln von diesem Champagner Sorbet. Ach so!

Nachdem ich Santos gefüttert hatte, kümmerte ich mich um die Ingwerwurzel. Ich siebte Erde aus und mischte sie mit Sand, weil der Ingwer in den warmen Ländern bestimmt viel Sand in der Erde hat. Dann pflanzte ich die Knolle liebevoll ein. Wie Renate D. am Telefon sagte, etwas von der Knolle aus der Erde gucken lassen. Hab ich gemacht. Renate D. hat auch einen Blog. Einen ganz edlen: http://meinequiltsundich.blogspot.de/

So, und damit ich nicht den einfachen Blumentopf knipse, wollte ich das so schön wie Renate D. arrangieren. Ich machte ein Teelicht an, holte eine altmodische Sektschale aus der Vitrine, füllte von dem langweiligen Champagner Sorbet einen vollen Esslöffel rein, eine Flasche Piccolöchen drauf. und fertig war das Stillleben.
Ingwerknolle im Topf mit Teelicht und Sekt/Sorbet
Nachdem ich mein Werk im Kasten hatte, nippte ich von der Sektschale. Ja Wahnsinn! Das langweilige Sorbet war in Verbindung mit dem Sekt ein Traum! Meinen Dank von hier aus an die Künstler, die diese Kreation geschaffen haben! Ich trank im Stehen an und mußte mich vor Begeisterung auf den Küchenstuhl setzen. So ein Piccolo ist ja eine Frechheit von der Menge her. Ein Schluck und wech. Passte genau in das Sektschälchen.

Jetzt habe ich inzwischen eine Flasche Sekt aus dem Tennenkühlschrank geholt und genieße die Mischung weiterhin während des Schreibens. Das Sorbet ist nur noch halb voll. Die Fl. Sekt auch. Egal.

alle  :-)  - war lecker
So. Das wollte ich Euch eben erzählen. Und morgen kaufe ich mindestens 5 Schälchen Champagner Sorbet. Aber ich brauche nicht bange zu sein. Das sieht so langweilig aus, das kauft sowieso keiner.

Schönen Abend Euch allen. Ich mach mir jetzt noch so'n Schälchen fertich.  ;-))


DVD Weihnachts-Backkurs

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Ausser Schnee nichts los bei mir

Diese stille Vorweihnachtszeit und der ganze Winter, all das geht mir allmählich auf den Nerv. Heute Morgen schaute ich aus dem Fenster, da war meine halb abgeschnittene Knöterichhecke zur Strasse gesättigt von Schneemassen. Genau das, was ich befürchtet hatte.

Mein verschneiter Garten mit sich biegender Hecke
Das Gestrüpp biegt sich nach innen in den Garten, der Holzzaun darunter ist morsch und gebrochen. So ähnlich sah das vor sechs Jahren aus. Da war mein Santos grad 15 Monate alt. Ja, was hat er gemacht? Er ging einfach seelenruhig über den Schneehügel und ab auf die Straße. Ich hatte ihn mit sechs Monaten bekommen. Statt einem ruhigen Familienhund bekam ich einen Hund aus triebiger Hochleistungszucht, der die Welt erkunden wollte. Dann bastelte ich bei der Kälte einen elektrischen Viehzaun darüber. Die Stecken in die vereisten Büsche, dann den feinen Draht darüber. Nun mag der geneigte Leser geschockt sein. Aber die Leute haben Angst vor einem freilaufenden Rottweiler. Ich muss dafür Sorge tragen, dass er bei mir bleibt.

Ja, was machte mein Schätzelein? Beim nächsten Ausbüxen zog er den Kopf ein und marschierte unter dem Draht auf die Strasse. Oh nee, das war ein Winter!

Jetzt ist Santos sieben Jahre alt und hat sich so an den Begrenzungszaun gewöhnt, daß er von unten, unterm Gestrüpp, auf die die Strasse schimpft, wenn ihm was nicht passt. Trotzdem schaue ich immer, was er gerade macht, wenn ich ihn aus der Haustür lasse.
Die Steinfrau am Zaun hat ein Schneehütchen auf dem Kopf - draufklicken
Wo die Weinranke runterzeigt, da ist der Stein, wo der Rabenvogel drunter liegt
Bei mir blättert an dem alten Haus der Putz so nach und nach ab. Mal gucken, ob ich jemanden finde, der mir das mal ausbessert. Sieht so verarmt aus. Die schmeissen mir bald Geld übern Zaun, so wie das aussieht.
Meine kleine Laube unterm Schlafzimmerbalkon
So, das war's für heute. Der Winter ist für mich ein richtiges Gefängnis. Kein Tretbootfahren auf dem See, wenige Fahrten mit dem Wohnmobil, nur Schnee und nochmals Schnee.
Momentan sind es draussen -12° C. Es ist gleich Mitternacht. Aber im Haus ist es muckelig warm. Gute Nacht!  ;-)) 




DVD Weihnachts-Backkurs

Dienstag, 11. Dezember 2012

Schneeflöckchen - Weissröckchen

Vorhin sah "mein" Wald, durch den ich oft mit dem Hund gehe, ganz fremd aus. Diese Schneemassen, diese winterliche Stille, kein Vogel zwitschert. Der Picknickplatz, der noch vor einigen Wochen voller Blätter war, hat nun wunderschöne Schneehauben.

Waldrastplatz mit Schneehaube

Heute war ich mit Sicherheit die Erste, die diesen Waldweg ging. Es ist auch anstrengend, wenn der Schnee so hoch liegt. Man sieht an meinem Hund, wie weit er im Schnee steht. Für diesen Stundenweg brauchte ich heute über anderthalb Stunden.

Santos versinkt im Schnee
Zum Schluss noch ein Video von der Rodelabfahrt am Obersalzberg, wo ich auch schon mal mit dem Schlitten runtergefahren bin. Mein lieber Schwan, da ging mir richtig das Hemd.





DVD Weihnachts-Backkurs

Weihnachtsmarkt in Salzburg

Nun wohne ich fünf Minuten von Salzburg entfernt, und ich war in diesem Advent noch nicht auf dem Salzburger Weihnachtsmarkt. Vielleicht fahre ich heute Abend hin. Hier zeige ich mal ein kurzes Video, worin man in einigen Sequenzen sehen kann, wie schön es bei uns ist.


Wenn man im Gegenzug ein Filmchen vom Wiener Weihnachtsmarkt sieht, dann überrascht einen schon die amerikanische Weihnachtsmusik dazu. Warum kann man nicht Lieder unserer Komponisten wählen? Gerade für die Vorstellung vom schönen, alten Wien. 
Man muß sich ja jetzt nicht die ganzen neun Minuten anschauen.


Vielleicht berichte ich noch heute Abend davon.

 

DVD Weihnachts-Backkurs