Samstag, 9. Februar 2013

Im Kino: Das Quartett

Gestern Abend war ich in Bad Reichenhall in diesem gemütlich-plüschigen Parkkino. Ich sah mir diesen wunderschönen Film an, Das Quartett. Regie Dustin Hoffmann. 


Ein Altersheim in idyllischer englischer Landschaft beherbergt betagte Opernsänger und Musiker.

Das Lieblingszitat der zerstreuten Sängerin Cissy (Pauline Collins), die ständig ihre Tasche sucht, ist: Alt werden ist nichts für Sissis.

Die allürenhafte Diva, gespielt von der grandiosen  Maggie Smith , die in ihrer Rolle trotz ihrer Welterfolge ohne finanzielle Mittel ist, zieht in dieses Haus und benimmt sich wie die immerwährende Diva, die ihre Mahlzeiten auf dem Zimmer serviert haben möchte, obwohl das nicht üblich ist. 

Die Rempelei auf dem Gang (rechts oder links) mit dem Zimmermädchen, das einen Stapel Handtücher vor sich trägt, kommentiert die Diva mit "Entscheiden Sie sich!". Man kommt stellenweise aus dem Lachen nicht heraus. Dann wieder berührt einen der Film wieder so, dass man feuchte Augen bekommt.

Diese Dialoge, diese Streitigkeiten mit Witz und Charme, die ausgesucht schöne klassische Musik, dieser ganze tolle Film, all das hat mich bewogen, ihn mir noch einmal anzuschauen.

Tja, was soll ich schwärmen!? 
Schaut Euch den Film unbedingt selbst an! 

Mittwoch, 6. Februar 2013

Ein Bagger als Pfandstück

Der Bagger und sein Besitzer hatten Kies vom Grundstück eines Bauern abgetragen. Ich beobachtete mit der Zeit, wie aus einer steinigen Fläche am Waldrand eine Kiesgrube entstand, die sich nach und nach mit Wasser füllte. Im Sommer quaken am Rand des Weihers die Frösche. Wenn die Sonne untergeht, ist das ein richtig romantisches Plätzchen. Das Wasser ist still und klar, so dass man die Kieselsteine deutlich darin sehen kann.

Verrottender Bagger bei Freilassing



Oft spielten Kinder auf dem Bagger, zerstörten die Scheiben und machten auch sonst einiges kaputt.
Gestern fotografierte ich nur mal die verrostete Schaufel, die seit Monaten im Wasser steckt und vor sich hinrostet.


Als ich vorhin dort nach dem Hundespaziergang wieder in mein Auto stieg, kam ein älterer Bauer auf einem Mofa auf den Platz. Ich fragte ihn, was es mit dem Bagger auf sich hat. Ob ihn dort jemand vergessen oder entsorgt hat.

Da erfuhr ich, dass der Besitzer der Kiesgrube den Bagger als Pfand einbehielt, weil der Baggerführer den Kies nicht gezahlt hatte. Er holte immer neuen Kies und zahlte nie.
Nun steht der Bagger dort und verrottet. Sein Besitzer ist gestorben. Der Tod tilgt alle Schulden.

Vielleicht mache ich mir auch zu viel Gedanken um den traurig dastehenden Bagger. Vielleicht gehört er auch schon zu seinem Weiher, den er für die Frösche und als Tränke für die Tiere des Waldes gemacht hat. Einsam ist er bestimmt nicht.

Was ist das?

Dieses verrostete Teil fotografierte ich gestern bei meinem Hundespaziergang. Diese großen Strassenbaumaschinen kosten doch viel Geld! Wie kann man so einen Wert einfach im Wasser herumstehen lassen? So traurig das Bild anmutet, so kunstvoll sieht es auch aus.

Dahinrostende Baggerschaufel in einem Weiher
Auch die Raupe, auf der der Bagger steht, steckt im See. Ist das normal so? Schadet das dem Fahrzeug nicht!

Irgendwie traurig!


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Montag, 4. Februar 2013

Arnold Schwarzenegger

als Wachsfigur in einer New Yorker Kneipe. Ich komme nicht mehr auf den Namen, wie diese Bar heisst. Ist ganz berühmt. Da sind auch Filmkostüme von Marylin Monroe und Gruselmasken aus Horrorfilmen ausgestellt. Ärgerlich, mir fällt der Name der Bar nicht mehr ein. Ist auch schon ein paar Jährchen her, seit ich dort war.

New York - Arnold als Wachspuppe

Der hat genau meine Lederjacke an. Nur etwas grösser natürlich.
Gute Nacht allerseits!

In Brooklyn - NY-Reise 1994

Nachdem ich nun auf der Freiheitsstatue und in der ehemaligen Einwanderungsbehörde auf Ellis Island war, besuchte ich das Indianermuseum, welches unweit von der Schiffsanlegestelle ist. Von den Leuten aus dem Hotel konnte keiner mehr laufen. Alle waren schlapp. Dabei war ich sogar noch auf der Freiheitsstatue! Alleine. Keiner wollte mich begleiten.


National-Museum New York mit Indianer-Sonderausstellung
Nationalmuseum New York - mit altem Häuptling der Ogallala

Abschrift aus meinem Reisetagebuch NY:
Nach dem Indianermuseum wollte ich immer noch nicht ins Hotel. Ich ging also um die Ecke zur Wallstreet, um dort in die Subway nach Brooklyn zu steigen. Dort bin ich irgendwo im Zentrum ausgestiegen. Als vermeintlich einzige Weisse hatte ich ein mulmiges Gefühl im Bauch....

Jedenfalls blieb ich in einer Menschenansammlung stehen. Auf dem Gehsteig predigte ein Schwarzer mit rotem Outfit und Turban. Was er in seinem breiten Amerikanisch sprach, verstand ich nicht. Ich hatte zu tun mit meiner Kamera, durfte nicht wackeln, weil ich so einen blöden, lichtempfindlichen Film drin hatte. Als mich schon einige Menschen anschauten, kapierte ich immer noch nicht. 
Brooklyn 1994
Dann hörte ich plötzlich ganz laut und deutlich in meinem gelernten Schulenglisch:
"Blonde Lady, wer hat dir erlaubt, ein Foto von uns zu machen!?".
Oups! Ich bekam vielleicht einen Schrecken! Ich schaute den Mann an, Mund und Augen vor Schreck weit offen und ja, ich war wohl schneeweiss. Als dann die meisten Passanten lachten, weil ich so erstarrt war, bewegte ich mich weiter Richtung Savings Bank. Der Mann rief mir noch nach, ich solle ihm meine Kamera geben. Dann drehte ich mich auch noch wieder um! Oh nee, meine schönen Bilder von Ellis Island, die Bilder von den verlorenen Kinderschühchen aus 1856, die Freiheitsstatue...
Da stand dann ein freundlich lächelnder Schwarzer hinter mir und sagte nur leise: "Go away".

Au Mann, ich hatte zwar noch die historische Sparkasse in Brooklyn (die erste Sparkasse der damals armen Leute) auf meinem Zettel, den ich mir schon zu Hause vorbereitet hatte. Aber diese anderen Menschen hier, dann so viele Juden mit ihren komischen, runden Hüten, langen Mänteln, Bärten und Backenbärten, das alles war für mich eine andere Welt. Ich knipste nur schnell die Savingsbank of Brooklyn, dann fragte ich einen farbigen Passanten, von wo die nächste Subway zurück nach Manhatten fährt. Unten im U-Bahn-Gelände fragte ich nochmal jemanden, der brachte mich sogar genau zu dem richtigen Zug. Ich weiss nicht, die waren alle so unheimlich freundlich zu mir! Vielleicht sass mir noch der Schreck im Gesicht. Oder es war mein übertrieben deutliches Schulenglisch. Die lachten immer.

Nun quatsch ich ja immer alle Leute an. So war es auch in der Subway auf dem Weg nach Manhatten. Da sagte ich zu einem Mann (Typ Manager):
"Puuh, Brooklyn ist doch anders als Manhatten, nicht?".
"Ja natürlich! Aber was macht eine Lady wie Sie in Brooklyn? Die Frauen, die ich kenne, auch hier in Manhatten, die würden nie nach Brooklyn fahren!".
"Och, ich bin Tourist und möchte viel von New York sehen, hier ist meine Liste".
Der Mann schaute lächelnd auf die Liste, und eine Frau fragte mich, ob ich Deutsche sei.
"Ja, in der Tat. Wieso, sieht man das?".
Da nickten dann auch andere Fahrgäste und lächelten. Plötzlich unterhielt ich den ganzen Zug. Ich musste sagen, wo mein Hairdresser ist, woher ich komme, was ich schon alles gesehen habe in New York usw. Und ruckzuck war ich wieder an der Wall Street. Als ich aus dem Zug stieg und "Good bye" sagte, riefen mir alle freundlich "Good bye" nach. Ich mein' ist ja auch nicht üblich, sowas! War schön!

Zum Schluss will ich noch etwas anmerken. Warum ich in Brooklyn so eine Angst hatte? Ich kenne mich mit den amerikanischen Gesetzen nicht aus. Was da schon geahndet wird, darüber lachen wir uns kaputt. 
Kleines Beispiel: da beauftragt ein berühmter Schauspieler eine Fachfrau für Entspannungstechnik, damit sie ihn mit ihrem Blasinstrument erfreut. Er wurde nächtens von der Polizei erwischt, und es kam noch in die Weltpresse! Ja, wenn mann da schon für so eine Nichtigkeit bestraft wird, die Schüler aber Waffen tragen dürfen, die sie vor dem Unterricht abgeben müssen, dann ist man als Tourist schon mal unsicher.

Ja, so ist das. Morgen mehr.

PS: Ich habe mich jetzt extra so umständlich ausgedrückt, mit Blasinstrument und so, weil ich sonst wieder die Sexismus-Leser anziehen würde. Ich schreibe ja nur über ordentliche Begebenheiten. ;-)


Sonntag, 3. Februar 2013

Aus der Fotokiste: Gisela in New York

Wie doch die Zeit vergeht! 1994 war ich in New York. Das war eine tolle Reise. Da ich nur eine Woche dort war, wollte ich natürlich so viel wie möglich sehen. Ich war auf dem Empire State Building, dann mit der Subway in Brooklyn, ich machte einen Ausflug mit dem Schiff nach Ellis Island und lief die Freiheitsstatue rauf und runter. Ich war im Indianermuseum, im Central Park, in China Town und im New Yorker Zoo.

Gisela in New York - 1994
Auf dem Empire State Building konnte man oben ein Foto von sich machen lassen, das mit einer Zeitschriften-Folie abgedeckt wurde. So sah das Bild auf einmal ganz wichtig aus. Da das Foto so groß wie ein Zeitschriften-Cover ist, habe ich es mal eben abfotografiert.

Gisela in New York - 1994 - with Twin Towers

Auf der Schiffsfahrt nach Ellis Island liess ich mich von einem Passagier fotografieren. Hinter mir sieht man noch die Twin Towers auf dem Foto.

Das Hotel Pennsylvania in Manhatten, in dem ich wohnte, war gegenüber vom Madison Square Garden. Von dort aus konnte ich überall gut hin. Da ich immer schnell gehe und ziemlich geschäftig wirke, glaubten viele Leute, ich sei New Yorkerin. Auch weil ich immer Turnschuhe anhatte. Die berufstätige New Yorkerin trägt auf ihren Wegen durch die Straßen immer Turnschuhe, auch wenn sie elegant gekleidet ist. Im Büro zieht sie dann die Stöckelschuhe an.

Die Wallstreet musste ich natürlich auch besuchen
Dann war ich im General Motors Building. Im 40. Stock ist die Kosmetikfirma Estée Lauder. Der damalige Präsident von Estée Lauder ist ein Freund unserer Familie. So durfte ich auch das ehemalige Arbeitszimmer der weltberühmten Kosmetikgründerin fotografieren.

Ehemaliges Arbeitszimmer von Estée Lauder
Auf einem Marmortischchen stand ein Fotorahmen mit Estée Lauder und einer Beauty.

Estée Lauder mit Beauty in ihrem New Yorker Büro
Zum Schluss noch eine Aufnahme, die ich in der ehemaligen Einwanderungsbehörde auf Ellis Island machte. Ein Klassenzimmer, worin Auswanderer in Englisch unterrichtet wurden. Erwachsene und Kinder.

Klassenzimmer auf Ellis Island - New York
Oh, ich könnte hier noch so viel erzählen und Fotos einfügen, aber das ist jetzt schon wieder viel zu viel geworden.

New York war ein Erlebnis. Kann ich nur jedem empfehlen.
Als ich wieder in Good Old Germany war, brauchte ich ca. eine Woche, um mich wieder zu erholen.


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Samstag, 2. Februar 2013

"Wetten dass?"

Die New York Times erklärte kürzlich ihren hauptsächlich amerikanischen Lesern die Sendung und ihre Geschichte. Ich meine, ist klar, die meisten Amerikaner wissen ja nicht mal, wie Europa zusammengesetzt ist. Da sickert das Gemeckere über unsere Parade-Unterhaltungssendung sowieso schnell in den Keller.

Aber mal hier unter uns gesagt, es hat sich schon etwas verändert. Nichts gegen Cindy aus Marzahn. Aber dieses rosa Bonbon hat so eine erfolgreiche Sendung auf RTL, sie passt meines Erachtens nicht in "Wetten dass?". Aber das ist wiederum Geschmacksache.

Was habe ich mich immer gefreut, wenn am Samstagabend Gottschalk mit seiner Sendung kam! Ich habe fast alle gesehen. Dabei interessierten mich nie so richtig die Wetten. Aber Thomas' lockere Art zu moderieren, die Gäste, die Stars, das hatte was.

Markus Lanz mag ich auch sehr gerne. Ich schaue immer seine Talkshows. Da ist er Zuhause. Das ist seine Sendung! Er ist klug, kann richtig witzig sein, sieht toll aus. 
Aber die Assoziation zu "Wetten dass?" ist für mich nun mal Thomas Gottschalk.

Ach, warten wir einfach mal ab, wie sich alles entwickelt mit der Sendung.

Hier will ich mal an einen Star aus der alten Sendung erinnern. Anna Netrebko singt eine meiner Lieblingsarien, "O mio babbino caro" von Puccini.



Hier die Links zur Kritik:
http://www.stern.de/kultur/tv/new-york-times-laestert-ueber-wetten-dass-zdf-schiebt-kritik-einfach-zur-seite-1964875.html 

http://kurier.at/kultur/medien/new-york-times-laestert-ueber-wetten-dass/3.057.933 

 http://www.handelsblatt.com/panorama/kultur-literatur/bloede-tricks-new-york-times-verreisst-wetten-dass-/7721906.html

Ich meine, es sind aber auch fürchterliche Fotos dabei!!

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Freitag, 1. Februar 2013

Rollkommando mit Fusshupe

Das ist ein schönes und sicheres Gefühl, wenn ich mal mit meinem Santos übers Wochenende das Haus verlasse, und es ist trotzdem gesichert. Weil meine Freundin mit 3 1/4 Hunden da ist.

Gestern war ich bei meiner Rottweilerfreundin Karin daheim. Da wir zu vier Frauen beim Abendbrot sassen, sperrte meine Freundin Karin ihre Racker vorübergehend ins Nebenzimmer. Natürlich mit Blickkontakt zu uns. Den Hunden geht es so gut bei ihr! 
Hier mal eine Aufnahme:
Karins drei Schutzhunde mit Fusshupe ;-)
Also, das geht so: sollte ein Eindringling sich erfrechen, uneingeladen meine alte Hütte aufzusuchen, dann weckt der Winzling die beiden Rottweiler und den Malinois. Der hibbelige Mali steht sofort senkrecht im Bett und schiesst los auf den sewicht. Dann erfolgt "Stellen und Verbellen". So wird er in Schach gehalten, bis die beiden Rottweiler kommen.

Ich habe seit 28 Jahren Rottweiler. Einen Rottweiler aus dem Tiefschlaf zu zerren ist unverantwortlich! Jedenfalls werden die beiden Rottis meiner Freundin Karin dann wie Turbo-Dampfwalzen auf den oder die Einbrecher zurollen und sie plattmachen.

Der hibbelige Malinois trampelt dann noch auf den Wegelagerern herum, weil er sich so freut ob seines dienstlichen Einsatzes. Die kleine Fusshupe kläfft denen noch ins eine oder andere Ohr, sie liegen ja im Garten im Dreck, und die beiden Rottis legen sich wieder hin.

Da sich der oder die Wegelagerer sowieso nicht mehr bewegen, reicht es, wenn meine Freundin Karin am anderen Tag die Polizei holt.

Ja, so geht das. 
Schönen Abend! 

Nachtrag:
Bitte meinen Bericht nicht auf die Goldwaage legen.
Die Hunde sind gut erzogen, haben die Prüfung und schmusen Frauchen und ihre Freundinnen nieder.