Ich bekomme Besuch. Ab morgen habe ich das Haus voll. Dann das übliche Programm, Ausflug zum Königssee, Fahrt zum Kehlsteinhaus, Wandern durch den Naturpark Berchtesgaden usw. Da komme ich echt nicht zum Schreiben. Mein Besuch erzählt mir was anderes.
Nun schreibe ich seit 14 Tagen meinen Blog. Als ich damit anfing dachte ich, das interessiert doch keine Sau. Mitnichten, ich habe täglich so viele Aufrufe, daß ich schon jedesmal, wenn ich am PC vorbeigehe, an der Maus wackel, damit die Statistik sichtbar wird. Und für jeden Aufruf freue ich mich wie ein kleines Kind.
So, jetzt schreibe ich schon wieder und schreib und schreib, dabei hab ich jetzt genug in der Küche zu tun. Etwas vorkochen, vorbereiten, nochmal durchsaugen, Ihr kennt das ja.
Wenn der Besuch Sonntagabend wieder weg ist, mache ich als erstes die Kiste an und erzähl Euch wieder was.
Bis dann. Und bleibt mir gewogen.
Donnerstag, 4. Oktober 2012
Gestern Abend in Berchtesgaden
habe ich nochmal die Nachtwächterführung mit Anna Glossner mitgemacht.
Auf dem Treppenaufgang zu ihrem Nachtwächterstüberl hatte Anna schon zum Empfang rechts auf die Stufen kleine Teelichter aufgestellt, die einladend leuchteten. Über dem Treppenaufgang erstrahlt ein Schild:
In Annas Stüberl ist es sehr gemütlich. Man kommt in das Wohnzimmer früherer Zeiten, wo die "Bessere Gesellschaft" beim Wein zusammensaß.
Auf einem Tischchen stand dieses Keramikspiel. Auf meine Frage, was das sei, sagte Anna:
"Mit diesem Spiel hat man damals schon Haus und Hof verspielt. Oben wirft man eine Kugel in die Spirale. Vorher sagt man die Zahl an, in die die Kugel fallen soll. Geschieht das nicht, hat man natürlich verloren".
Auch der Eingangsbereich von Annas Nachtwächterstüberl ist voll mit Antiquitäten.
Auf dem Schloßplatz stellte sich Anna auf eine Bank:
Anna hat von Anfang an schon alle zum Lachen gebracht. Erfreut über die große Gruppe, frage ich in die Runde, warum sie in so großer Zahl angesprengt seien. Ob sie das aus dem Internet hätten. Nein, vom Tourismus-Büro. -Ooooh, da war ich fast etwas enttäuscht. Ich hatte mir eingebildet, sie kämen, weil ich hier so schön geklappert hatte. ;-)
Anna erzählte von der Gräfin Irmengard von Sulzbach (+ 1101), die im 11. Jahrhundet in Perchtholtsgaden (heute Berchtesgaden) lebte. Die dreimal reich geheiratet hatte und all ihre Männe überlebte. Als es mit Irmengard zum Sterben kam, wollte sie das Gelübbte ihres Mannes, des Grafen Gebhard II. von Sulzbach, erfüllen, der auf einem Felsen einen Jagdunfall überlebte. An dieser Stelle steht heute die Berchtesgadener Stiftskirche. Sie gründete das Augustiner-Chorherrenstift in Berchtesgaden. Zu dem Zwecke wurde damals neben der Stiftskirche das Kloster erbaut, welches heute das Schloß der Wittelsbacher ist.
Und soviel erzählte Anna noch. Das kann ich hier gar nicht alles aufschreiben, da sitze ich morgen noch dran.
Weiter ging es auf den Platz links neben der Stiftskirche, wo eine Pestsäule steht, die im 17. Jahrhundert errichtet wurde.
Als im ausgehenden Mittelalter allerorts die Pest wütete, blieb Berchtesgaden seltsamerweise davon verschont. Man vermutet, daß das daran lag, daß sich die Leute nicht gewaschen haben. Ja, die waren so dreckig, daß sich auf der Haut der "Grint" gebildet hatte, eine dicke Schmutzschicht, die das Eindringen der Pestviren verhinderte. Wenn dann aber mal die dicke, harte Hautschicht aufplatzte, dann war das Ende vorprogrammiert. Schmutz und Eiter und Blutvergiftung überlebte auch der Härteste nicht.
Ach so, das Haus, das hinter Anna steht, wo sie auf der Bank steht, das war früher der Marschall-Stall, wo die Pferde der Herrschaft untergebracht waren. Rechts und links neben der Haustür befinden sich angebaute Sockel, von wo die Reiter dann auf ihr Pferd stiegen:
So ging es weiter mit der Nachtführung, die ich jetzt natürlich nicht vollständig wiedergeben kann. Am Ende kamen wir noch am Affenhaus vorbei:
Den Abend beendeten wir im gemütlichen Nachtwächterstüberl. Bei Kerzenschein und Wein saßen wir noch zusammen. Und Anna erzählte von der Vergangenheit, als lebte sie schon 1000 Jahre.
Wer mehr über Berchtesgaden lesen möchte, Tante Wiki:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkm%C3%A4ler_in_Berchtesgaden
http://de.wikipedia.org/wiki/Berchtesgaden
Auf dem Treppenaufgang zu ihrem Nachtwächterstüberl hatte Anna schon zum Empfang rechts auf die Stufen kleine Teelichter aufgestellt, die einladend leuchteten. Über dem Treppenaufgang erstrahlt ein Schild:
| Nachtwächterin Anna zue Berchtesgaden |
"Mit diesem Spiel hat man damals schon Haus und Hof verspielt. Oben wirft man eine Kugel in die Spirale. Vorher sagt man die Zahl an, in die die Kugel fallen soll. Geschieht das nicht, hat man natürlich verloren".
| Glücksspiel aus dem Mittelalter |
| Jetzt geht's los. D'Leut wartn scho. |
| Kimmt's näher, liabe Leut! |
| Anna erzählt und alle lauschen. |
Anna erzählte von der Gräfin Irmengard von Sulzbach (+ 1101), die im 11. Jahrhundet in Perchtholtsgaden (heute Berchtesgaden) lebte. Die dreimal reich geheiratet hatte und all ihre Männe überlebte. Als es mit Irmengard zum Sterben kam, wollte sie das Gelübbte ihres Mannes, des Grafen Gebhard II. von Sulzbach, erfüllen, der auf einem Felsen einen Jagdunfall überlebte. An dieser Stelle steht heute die Berchtesgadener Stiftskirche. Sie gründete das Augustiner-Chorherrenstift in Berchtesgaden. Zu dem Zwecke wurde damals neben der Stiftskirche das Kloster erbaut, welches heute das Schloß der Wittelsbacher ist.
Und soviel erzählte Anna noch. Das kann ich hier gar nicht alles aufschreiben, da sitze ich morgen noch dran.
Weiter ging es auf den Platz links neben der Stiftskirche, wo eine Pestsäule steht, die im 17. Jahrhundert errichtet wurde.
| Pestsäule neben der Stiftskirche Berchtesgaden |
Ach so, das Haus, das hinter Anna steht, wo sie auf der Bank steht, das war früher der Marschall-Stall, wo die Pferde der Herrschaft untergebracht waren. Rechts und links neben der Haustür befinden sich angebaute Sockel, von wo die Reiter dann auf ihr Pferd stiegen:
| draufstellen und hopp auf's Pferd |
So ging es weiter mit der Nachtführung, die ich jetzt natürlich nicht vollständig wiedergeben kann. Am Ende kamen wir noch am Affenhaus vorbei:
| Das Affenhaus. Hier wurde die Obrigkeit als Affen dargestellt. |
Den Abend beendeten wir im gemütlichen Nachtwächterstüberl. Bei Kerzenschein und Wein saßen wir noch zusammen. Und Anna erzählte von der Vergangenheit, als lebte sie schon 1000 Jahre.
Wer mehr über Berchtesgaden lesen möchte, Tante Wiki:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkm%C3%A4ler_in_Berchtesgaden
http://de.wikipedia.org/wiki/Berchtesgaden
Mittwoch, 3. Oktober 2012
Santos' Lehrschwimmbecken
Heute bin ich mit meinem Hund an der Stelle vorbeigewandert, wo ich ihn das Schwimmen lehrte, nachdem er vor meinen Augen in einem See untergegangen war. Hier ist der Mühlbach, der weiter runter in die Salzach mündet. An dem Bogen ist er etwas breiter und ruhig im Fluß, so daß ich an der Stelle meinem Hund beim Schwimmen Hilfestellung geben konnte, indem ich im Wasser meine rechte Hand unter seinen Bauch hielt. Dabei beobachtete ich seine Beinarbeit. Wenn die nachließ und er hinten wieder runterkippte, rutschte mir immer wieder dieses blöde BEINARBEIT raus, das ich damals den Kindern beim Schwimmtraining vom Beckenrand zurief, als ich noch im Schwimmverein war.
Aber irgendwie hat mein Hund das kapiert mit der Beinarbeit. Wenn er mit den Hinterläufen kräftiger schwamm, lobte ich ihn. Bäuchlein loslassen - er kippt hinten runter - ich: BEINARBEIT! - er strampelt kräftiger - BRAAAV!
Da wir heute in der Sonne 22°C hatten, und das Wasser auch noch nicht zu kalt ist, warf ich Santos an seinem Übungsweiher ein Stöckchen ins Wasser:
Wollte schon Brille, Bauchtasche und Fotoapparat in die Wiese legen. Aber...
So, jetzt ab nach Berchtesgaden auf den Schloßplatz zur Nachtwächterführung.
Aber irgendwie hat mein Hund das kapiert mit der Beinarbeit. Wenn er mit den Hinterläufen kräftiger schwamm, lobte ich ihn. Bäuchlein loslassen - er kippt hinten runter - ich: BEINARBEIT! - er strampelt kräftiger - BRAAAV!
Da wir heute in der Sonne 22°C hatten, und das Wasser auch noch nicht zu kalt ist, warf ich Santos an seinem Übungsweiher ein Stöckchen ins Wasser:
| NA!? NA!? - BEINARBEIT! |
Wollte schon Brille, Bauchtasche und Fotoapparat in die Wiese legen. Aber...
| Na siehste, geht doch! ;-) |
So, jetzt ab nach Berchtesgaden auf den Schloßplatz zur Nachtwächterführung.
Vom Fahrersitz zum Wohnzimmersessel
Hier zeige ich mal zuerst das Endergebnis, weil das erste Bild vom Blog immer zuerst bei der Vorstellung bei G+ gezeigt wird:
| Vom Wohnmobilführerhaus zum Separée ;-) |
Als Chambre séparée oder auch nur Séparée wird ein abgeteilter, sichtgeschützter Bereich in einem Lokal oder Restaurant genannt.
Ich füge hinzu: oder in Giselas Wohnmobil.
So sah das vorher aus:
![]() |
| normaler, steifer Pilotsitz bekommt eine Drehkonsole |
Natürlich mußte ich davon sofort ein Ergebnisfoto haben. Hier sitze ich mit roten Bäcken auf dem herumgedrehten Drehsitz und freue mich kaputt:
| Vielen Dank, Lollo! - Deinen Spitznamen dar ich doch erwähnen oder? |
Ja, das war die Geschichte von meinem neuen Drehsitz im Wohnmobil.
Und das wird es wohl auch hier für heute sein. Denn ich muß mich jetzt endlich an meinen Ästehaufen machen, der seit einer Woche im Garten liegt:
| Gebrochener Holzzaun unter Knöterich-Urwald |
Und dann haben wir ja heute den 3. Oktober. Das ist ja in Deutschland ein Feiertag. Und heute ist doch in Berchtesgaden am Abend die Nachtwächterführung mit der Nachtwächterin Anna Glosser. Davon berichtete ich ja schon in einem älteren Blogbeitrag. Und dieses Treffen auf dem Berchtesgadener Schloßplatz will ich auch noch in meinen Tag packen. Na, denn Prost Mahlzeit!
Aber davon erzähle ich Euch dann morgen.
Euch allen einen schönen Tag!
Dienstag, 2. Oktober 2012
Idylle am Ärmel der Welt
Heute wanderte ich mit meinem Hund durch weite, abgemähte Felder im Berchtesgadener Land. Da sah ich an einem kleinen Weiher einen schönen, renovierten Bauwagen, so wie sie meist hier in den Wäldern stehen, wenn die Holzarbeiter ihre Brotzeit (Frühstückspause) oder Jause machen.
Dieser Bauwagen bekam einen frischen Anstrich und ein neues Ofenrohr und..., man sehe und staune:
Solarzellen auf dem Dach!
Dieses Partyhäuschen dient nun Jugendlichen dazu, dort ihre Festln zu feiern. Man kann auch nicht mit dem Auto dorthin fahren. Man kommt nur zu Fuß hin. Wer mag, pennt nachts dort, warm ist es ja. Und wer in seinem Bett schlafen will, torkelt über die Felder einfach wieder heim.
Ich fand das Plätzchen so schnuckelig, daß ich es mal für Euch aufgenommen habe.
Im Sommer quaken am Weiherrand immer die Frösche. Wenn man etwas näher ans Ufer geht, sind sie still. Ich bin mal etwas länger stehen geblieben, weil ich in dem dichten Ufergestrüpp die Frösche sehen wollte.
Nix! Die sind und bleiben still, so lange man da steht.
Der Weg führt weiter rechts an den Bäumen entlang. Hinter den Bäumen sind am Weiherufer eine Bank und ein Wegekreuz.
Daran hat der Bauer ein Schild angebracht mit folgendem Text:
Einmal fragte ich den Bauern, als ich dort auf der Bank saß, warum er das Schild an dem Marterl angebracht hat (Der Ausdruck 'Marterl' bedeutet Bildstock, Wegstock). Wer stiehlt denn sowas?
Aber dem Bauern wurde an der Stelle schon mal das Kreuz gestohlen. Seit er an dem neuen Marterl dieses Mahnschild angebracht hat, ist a Ruah.
Auf dem steilen Weg zu meinem Auto guckte ich so auf meine dreckigen Gummistiefel. Mit diesen dicken Knobelbechern habe ich vor Jahren meinem Hund aus dem eiskalten Wasser gefischt.
Die sind gefüttert und im nassen Zustand so schwer wie Hanteln, wenn sie voll Wasser sind.
So, schönen Abend allerseits!
PS: Die Geschichte, wie ich meinen Hund aus dem Wasser holte, lest ihr in den September-Beiträgen. Überschrift:
Untergegangenen Rottweiler aus eiskaltem See geret...
Dieser Bauwagen bekam einen frischen Anstrich und ein neues Ofenrohr und..., man sehe und staune:
Solarzellen auf dem Dach!
Dieses Partyhäuschen dient nun Jugendlichen dazu, dort ihre Festln zu feiern. Man kann auch nicht mit dem Auto dorthin fahren. Man kommt nur zu Fuß hin. Wer mag, pennt nachts dort, warm ist es ja. Und wer in seinem Bett schlafen will, torkelt über die Felder einfach wieder heim.
Ich fand das Plätzchen so schnuckelig, daß ich es mal für Euch aufgenommen habe.
| Gemütlich: Partybauwagen am Weiher |
Nix! Die sind und bleiben still, so lange man da steht.
Der Weg führt weiter rechts an den Bäumen entlang. Hinter den Bäumen sind am Weiherufer eine Bank und ein Wegekreuz.
Daran hat der Bauer ein Schild angebracht mit folgendem Text:
| Auf das Bild klicken, dann wird's größer |
Einmal fragte ich den Bauern, als ich dort auf der Bank saß, warum er das Schild an dem Marterl angebracht hat (Der Ausdruck 'Marterl' bedeutet Bildstock, Wegstock). Wer stiehlt denn sowas?
Aber dem Bauern wurde an der Stelle schon mal das Kreuz gestohlen. Seit er an dem neuen Marterl dieses Mahnschild angebracht hat, ist a Ruah.
Auf dem steilen Weg zu meinem Auto guckte ich so auf meine dreckigen Gummistiefel. Mit diesen dicken Knobelbechern habe ich vor Jahren meinem Hund aus dem eiskalten Wasser gefischt.
Die sind gefüttert und im nassen Zustand so schwer wie Hanteln, wenn sie voll Wasser sind.
So, schönen Abend allerseits!
PS: Die Geschichte, wie ich meinen Hund aus dem Wasser holte, lest ihr in den September-Beiträgen. Überschrift:
Untergegangenen Rottweiler aus eiskaltem See geret...
Ich bin eine Krimi-Mimi
Auch wenn ich mal an den Wochenenden mit dem Wohnmobil unterwegs bin, auf meinen Tatort oder andere Krimis am Sonntagabend kann und will ich nicht verzichten.
Wenn ich dann mal gerade aus dem Mittelalter komme mit meiner fahrbaren Kemenate, steuere ich immer rechtzeitig zu den 20:00 Uhr -Nachrichten irgendeinen Sportplatz-Parkplatz an, um es mir für den Sonntagabend gemütlich zu machen. Dann stelle ich das Mobil so hin, daß mein Santos eine weiche Wiesenfläche zum Liegen hat. Wasserschüssel raus und einen Kauknochen zum Knuspern für mein Teddybärchen.
Hier auf dem Foto war es die letzten Tage ja noch schön warm. Deshalb wollte ich draußen, auf meiner selbstgewählten Terrasse sitzen. Den Fernseher stellte ich auf den Fußboden des Wohnmobils, das Klappstühlchen positionierte ich so, daß ich bequem die Füße beim Krimigucken auf die Trittstufe legen konnte. Bierchen dabei, fertig.
Nach dem Film ging ich noch in das Vereinsheim des Sportvereins, zu dem der Parkplatz gehört. Man feierte den Sieg des eigenen Fußballvereins und den Aufstieg in die Kreisklasse. Ja, da war was los! An der Bar stellte man mir sogleich ganz stolz den Lokalmatador des Vereins vor. Ich erfuhr, wieviele Tore er schon geschossen hatte und zeigte mich beeindruckt.
Dann kamen natürlich die üblichen Fragen.
"Wie? Da foast als Weibi ganz alloanigst mit dem Wohnmobil durch die Landen?".
"Wie? da fährst du als Frau ganz allein mit dem Wohnmobil durch die Lande?".
Und dann muß ich erzählen, wo ich schon überall war, ob mich schon mal jemand überfallen wollte, ob ich keine Angst habe usw. Es war sehr lustig an dem Abend. Die meisten dort auf dem Land fuhren dann besoffen nach Hause.
Ich aber hatte meine fahrbare Kemenate. Mein Häuschen auf Rädern, meinen vierbeinigen Bodyguard gegen Wegelagerer, mein warmes, breites Bett, mein Buch und die Stille der österreichischen, ländlichen Umgebung.
Das ist Glück!
Wenn ich dann mal gerade aus dem Mittelalter komme mit meiner fahrbaren Kemenate, steuere ich immer rechtzeitig zu den 20:00 Uhr -Nachrichten irgendeinen Sportplatz-Parkplatz an, um es mir für den Sonntagabend gemütlich zu machen. Dann stelle ich das Mobil so hin, daß mein Santos eine weiche Wiesenfläche zum Liegen hat. Wasserschüssel raus und einen Kauknochen zum Knuspern für mein Teddybärchen.
Hier auf dem Foto war es die letzten Tage ja noch schön warm. Deshalb wollte ich draußen, auf meiner selbstgewählten Terrasse sitzen. Den Fernseher stellte ich auf den Fußboden des Wohnmobils, das Klappstühlchen positionierte ich so, daß ich bequem die Füße beim Krimigucken auf die Trittstufe legen konnte. Bierchen dabei, fertig.
| Sonntagabend irgendwo unterwegs. Der Krimi kann anfangen. |
Dann kamen natürlich die üblichen Fragen.
"Wie? Da foast als Weibi ganz alloanigst mit dem Wohnmobil durch die Landen?".
"Wie? da fährst du als Frau ganz allein mit dem Wohnmobil durch die Lande?".
Und dann muß ich erzählen, wo ich schon überall war, ob mich schon mal jemand überfallen wollte, ob ich keine Angst habe usw. Es war sehr lustig an dem Abend. Die meisten dort auf dem Land fuhren dann besoffen nach Hause.
Ich aber hatte meine fahrbare Kemenate. Mein Häuschen auf Rädern, meinen vierbeinigen Bodyguard gegen Wegelagerer, mein warmes, breites Bett, mein Buch und die Stille der österreichischen, ländlichen Umgebung.
Das ist Glück!
Montag, 1. Oktober 2012
Die schöne Almwirtschaft hat gebrannt
Hier ist das Haus, zu dem ich schon oft mit dem Hund gewandert bin und auch mit Freunden zum Essen:
http://www.berggasthof-johannishoegl.de/
Ich kann mir vorstellen, bis die mit ihren Löschfahrzeugen das lange, kurvige Sträßchen raufgefahren sind, oh nee!
Hier auf der Karte seht Ihr, wo weit oben im Wald die Almwirtschaft ist:
johannishögl piding Auf Satellit klicken.
Unten auf der Karte verläuft die B20, die zu mir führt. Und darunter ist die Saalch eingezeichnet, die in Freilassing in die Salzach fließt. In dem ganzen Bereich gehe ich täglich mit dem Hund.
Wenn mal ein paar Tage vergangen sind, dann fahre ich mal hin und mache ein Foto. Jetzt erscheint mir das fast ein bisschen pietätlos. Was müssen die fertig sein. Das Haus steht da seit ein paar hundert Jahren.
Hier ist noch ein Zeitungsbericht darüber:
http://www.salzburg24.at/grossbrand-eines-berggasthofes-in-piding-zwei-verletzte/3371563
Ganz furchtbar!!
http://www.berggasthof-johannishoegl.de/
Ich kann mir vorstellen, bis die mit ihren Löschfahrzeugen das lange, kurvige Sträßchen raufgefahren sind, oh nee!
Hier auf der Karte seht Ihr, wo weit oben im Wald die Almwirtschaft ist:
johannishögl piding Auf Satellit klicken.
Unten auf der Karte verläuft die B20, die zu mir führt. Und darunter ist die Saalch eingezeichnet, die in Freilassing in die Salzach fließt. In dem ganzen Bereich gehe ich täglich mit dem Hund.
Wenn mal ein paar Tage vergangen sind, dann fahre ich mal hin und mache ein Foto. Jetzt erscheint mir das fast ein bisschen pietätlos. Was müssen die fertig sein. Das Haus steht da seit ein paar hundert Jahren.
Hier ist noch ein Zeitungsbericht darüber:
http://www.salzburg24.at/grossbrand-eines-berggasthofes-in-piding-zwei-verletzte/3371563
Ganz furchtbar!!
Indisches Springkraut
Guten Morgen @all winke
Heute mache ich mal eine kleine Schreibpause. Ich habe ja nie Krankheiten, außer mal Nasennebenhöhlen. Aber jetzt hab ich vielleicht Rücken!! Dieses stundenlange Sitzen am PC, wieder vorbeugen, so in der Stellung bleiben, weil man was sucht, die Maus verkampft festhalten, weil man irgendwann irgendwo anklicken will. Nee, heute schreibe ich nur einen Minibeitrag.
Ich bin ja als Städterin aus dem Moloch Ruhrgebiet hier auf's Land gezogen. Ich konnte vor Jahren eine schöne pinkfarbene Blume nicht von Unkraut unterscheiden.
Und weil ich im Sommer das pinkfarbene Meer dieser orchideenartigen Blüten in Wald und Flur so liebte, habe ich mir bei meinen Gassigängen mal im Herbst die Taschen im Anorak vollgestopft von den schwarzen Samenkrümeln, die nach dem Aufspringen der Samenkapsel herausfliegen.
Ja, und was hab ich damit gemacht? Ich habe täglich schön gleichmäßig die schwarzen Samenkörnchen in meinem Garten ausgesäht. Als im Frühjahr so ein dichter, feinblätteriger Teppich in meinem Garten wuchs, war ich ganz begeistert, was da Schönes wächst auf meiner sonst so zertrampelten Hundewiese.
Ich machte ein Foto und stellte das Bild meiner Freundin Renate D. vor. Sie erkannte sofort, was das war und schrie entsetzt: "Mach das sofort weg, geh gleich mit dem Rasenmäher drüber, das ist das Indische Springkraut!".
Erst da erinnerte ich mich an meine herbstlich Aussaat. Und obwohl ich fleißig mähte, wuchs im Sommer zwischen den Ziersträuchern und Bäumen diese Pflanze, die man schon lange versucht auszurotten.
Die dicken Pflanzenstängel sind auch bei größter Hitze voller Wasser. Die bunkern das Wasser und nehmen es den anderen Pflanzen und Blumen im Garten weg.
Oh je, ich hatte vielleicht zu tun! Jetzt kommt nichts mehr davon. Alles ausgerottet.
Aber schön sieht diese Blüte trotzdem aus.
Hier mal ein Wiki-Link dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%BCsiges_Springkraut
Heute mache ich mal eine kleine Schreibpause. Ich habe ja nie Krankheiten, außer mal Nasennebenhöhlen. Aber jetzt hab ich vielleicht Rücken!! Dieses stundenlange Sitzen am PC, wieder vorbeugen, so in der Stellung bleiben, weil man was sucht, die Maus verkampft festhalten, weil man irgendwann irgendwo anklicken will. Nee, heute schreibe ich nur einen Minibeitrag.
Ich bin ja als Städterin aus dem Moloch Ruhrgebiet hier auf's Land gezogen. Ich konnte vor Jahren eine schöne pinkfarbene Blume nicht von Unkraut unterscheiden.
Und weil ich im Sommer das pinkfarbene Meer dieser orchideenartigen Blüten in Wald und Flur so liebte, habe ich mir bei meinen Gassigängen mal im Herbst die Taschen im Anorak vollgestopft von den schwarzen Samenkrümeln, die nach dem Aufspringen der Samenkapsel herausfliegen.
| Indisches Springkraut, der weiße Samen ist noch nicht reif |
Ja, und was hab ich damit gemacht? Ich habe täglich schön gleichmäßig die schwarzen Samenkörnchen in meinem Garten ausgesäht. Als im Frühjahr so ein dichter, feinblätteriger Teppich in meinem Garten wuchs, war ich ganz begeistert, was da Schönes wächst auf meiner sonst so zertrampelten Hundewiese.
Ich machte ein Foto und stellte das Bild meiner Freundin Renate D. vor. Sie erkannte sofort, was das war und schrie entsetzt: "Mach das sofort weg, geh gleich mit dem Rasenmäher drüber, das ist das Indische Springkraut!".
Erst da erinnerte ich mich an meine herbstlich Aussaat. Und obwohl ich fleißig mähte, wuchs im Sommer zwischen den Ziersträuchern und Bäumen diese Pflanze, die man schon lange versucht auszurotten.
Die dicken Pflanzenstängel sind auch bei größter Hitze voller Wasser. Die bunkern das Wasser und nehmen es den anderen Pflanzen und Blumen im Garten weg.
Oh je, ich hatte vielleicht zu tun! Jetzt kommt nichts mehr davon. Alles ausgerottet.
Aber schön sieht diese Blüte trotzdem aus.
Hier mal ein Wiki-Link dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%BCsiges_Springkraut
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