Mittwoch, 8. Mai 2013

Ein Sonntag im Mai

Manchmal bekomme ich so einen Rappel. Da denke ich, was muß ich doch mal im früheren Leben ein guter Mensch gewesen sein, daß ich im Berchtesgadener Land leben darf. Um glücklich zu sein, braucht man keine Reichtümer zu besitzen. Ich habe so ein vergriffenes Seidenbüchlein mit chinesischen Weisheiten, darin steht unter anderem:

Glücklich ist, wer ohne Krankheit,
reich, wer ohne Schulden.

Das trifft vollumfänglich bei mir zu.

Mit Santos am Gasthaus Sonnenhang in Anger/Obb.
Einige Stunden vorher hatte mich die Bundespolizei in Bad Reichenhall angerufen. Ich hatte mein österreichisches Handy verloren. Ein Radfahrer hatte es dort abgegeben. Was war ich doch so froh! Dann bin ich mit Santos über den Högel gewandert, von wo ich auf's Tal und die Berge schauen konnte. 

Während ich mir ein Radler aus der Gaststube holte, hatte ich meinen Hund an einen Baum festgemacht und ihm seine große Schüssel Wasser hingestellt. Ein neugieriges Schaf schaut ihm beim Trinken zu. Na?, dachte ich so, das Schaf ist aber ganz schön mutig!





Da Santos sich gelassen zeigte, war ich nicht so nervös. Dann kamen sich die beiden aber vorsichtig näher.




Das Schaf hatte aber auch Nerven! Aber dann kam sich das ungleiche Paar so nah, daß sich ihre Nasen berührten.

Gib Küsschen!
Da wurde ich aber doch etwas nervös. Ich machte den Reissverschluss an der Leckerchenabteilung der Bauchtasche auf. Das Geräusch hielt Santos dann von weiteren Schmusereien mit dem Schaf zurück. Ich meine, man muß es ja nicht zum Äußersten kommen lassen!

Es  zogen dicke Wolken über den Untersberg, der wie ein riesiger Sarkopharg in der Landschaft steht. Ich machte, daß ich nach Hause kam.

Weiden in Anger mit Untersberg, Schlafender Hexe, Fuderheuberg
Als ich die dicke Eichentür meines Bauernhauses schloss, schüttete es wie aus Eimern. Auch das ist Glück, dann rechtzeitig daheim zu sein.

Das ist übrigens das Gasthaus Sonnenhang, von wo man so einen schönen Blick hat:

Kommentare:

  1. Das ist ja ein süßes Foto von Santos und dem Schaf! Kaum zu glauben!
    LG Renate D.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Deshalb hab ich auch beim Fotografieren etwas gezittert. Als Santos anderthalb war, ist er mal über einen elektrischen Schafzaun gelaufen (platt gemacht) und hat die ganze Herde aufgemischt. Das sitzt mir heute noch in den Knochen.

      Löschen
  2. Das muss Liebe sein... Vielleicht steckt Santos gar im falschen Körper? Tolle Fotos!
    Schönen Feiertag, Ophelia

    AntwortenLöschen
  3. Schau auf die Rute von Santos, da war nix passiert, der ist völlig entspannt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, hatte ich auch bemerkt. Aber trotzdem traut man dem Braten nicht so recht. Er fand es wohl gut, dass sich das Schaf so für ihn interessierte. Kann wirklich sein.

      Löschen