Mittwoch, 27. Februar 2013

Ordentliches Vorsitzen beim Hundeführer

Gerade schaue ich mir so nette Hundefotos von Freunden im Netz an. Hier habe ich zwei Bilder, wo ich mit meinem anderthalbjährigen Santos auf der Burg Senftenberg in der Wachau/Österreich bin. Damit der Hund bei der Hitze nicht so lange im Wohnmobil bleiben sollte, nahm ich ihn mit auf die Burg. Stört Euch jetzt nicht an diesem Erziehungshalsband, das war damals bei dem hibbeligen, temperamentvollen Hund, der aus Hochleistungszucht stammt, oft eine Hilfe. Das Hundehalsband habe ich nicht mehr. Und jetzt geht's auch ohne.

Was ich zeigen will, auf dem einen Bild schaut Santos interessiert in die andere Richtung. Und zwar hatten mittelalterliche Nordstämme ein Rudel Wolfshunde mit. Die Gruppe stand im Schatten. Dahin schaut natürlich mein Santos. Das ist wichtiger als Mutti!

Gisela von Ainhering und Rottweiler Santos

So wollte ich die Aufnahme aber nicht stehen lassen! Ich ärgerte mich richtig, auch wenn man das auf dem Lächelbild nicht sieht. Wenn ich das Bild im Hundeverein zeige, die lachen sich tot! Also habe ich mir ein Stückchen Bockwurst geholt und in die Faust gelegt. So, nochmal! "Komm zu Mutti! Sitz! - Näher! - Siieetz!"

Gisela von Ainhering und Rottweiler  Santos
 Braaav! Geht doch! 

Lieber eine fettige Würstchenhand als so'n unprofessionelles Foto!

Drei Monate später hatte ich übrigens die Prüfungen auf dem Hundeplatz. Den einen Tag in Bayern, am anderen Tag in Österreich. Bei der Unterordnung ging Santos mal nicht sauber am Knie. Da zischte ich "Bei Mutti bleiben!". Dann klappte das wieder.

Der nette Prüfer Bruno Kastelic erwähnte dann beim Prüfungsbericht laut und deutlich durch's Mikrofon: 
"Ja, und das Gehen bei Fuss hat ab heute eine neue Definition
Statt FUSS! heisst es  Bei Mutti bleiben! Aber wie man sieht, funktioniert das". Die Hundekameraden auf dem Platz brachen natürlich in schallendes Gelächter aus.

Ja, das sind so kleine Anekdoten im Leben einer Hundeführerin.
Euch einen schönen Mittwochabend!  ;-)
 

Kommentare:

  1. Das ist eine witzige Geschichte:) Was soll's. Hauptsache der Hund hört auf dich, egal wie.
    Und du siehst toll aus in dem Gewand und der Kopfbedeckung.
    Das Burgfräulein und sein Beschützer.
    LG Donna G.

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    1. Danke, Gerhild. Dabei ist die Gewandung einfach zusammengestückelt:
      Das Hemd ist ein Seidendessous von La Perla.
      Der Rock ist aus dem Theaterfundus in Berchtesgaden. Bauernmädchen.
      Und der Umhang auch. Den trug ein Soldat von Pontius Pilatus im Stück.
      Ja, und die Behütung ist von der "Behüterin" aus Neuburg an der Donau.
      Ich weiss noch, ich kaufte sie auf dem Mittelaltermarkt in Tittmoning. Das war mein erstes richtig edles Stück. Ab da war ich mittelalterinfiziert. ;-)

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  2. Man Gisi, was siehst Du wieder elegant aus....toll!
    Was mich zu wissen freut ist, das scheinens alle Tierbesitzer gleich irre mit Ihren lieben Viechern sind. Sie werden gedrückt, geschmust und verwöhnt, auch wenn das meistens keiner zugeben möchte (so war es bei meiner Katze auch und ich habe es gern getan).
    Viele Grüße, Ophelia

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